Lehrstuhl für Rechtsphilosophie und Öffentliches Recht

Rechtswissenschaftliche Methodenlehre

Inhalt

A. Gliederung I. Einführung 1. Wozu Methode? Funktion und Relevanz der juristischen Methode 2. Rechtsmethodik oder Rechtsmethoden? 3. Von der Methodik des Rechts zum Recht der Methode? 4. Rechtsmethodik im klassischen Verständnis: der Syllogismus von Normauslegung und Tatbestandssubsumtion 5. Die Erweiterung des Auslegungsmodells durch die Hermeneutik 6. Hermeneutik im modernen Verständnis – eine Problemskizze zur Aufgabe der heutigen Rechtsmethodik II. Der klassische Ansatz: Juristische Methodik als Auslegungslehre 1. Historische Wurzeln: zur Entstehung der „juristischen Methode“ 2. Der Ausgangspunkt: der „Wille“ (des Gesetzgebers oder des Gesetzes) 3. Die klassischen Canones a) Wortlaut b) Systematik c) Historie aa) Entstehungsgeschichte bb) Historischer Kontext 4. Erweiterungen des klassischen Modells a) Teleologische Auslegung b) Systematik zweiter Ordnung c) Rechtsvergleichung d) Sondergesichtspunkte im Verfassungsrecht aa) Einheit der Verfassung bb) Verfassungskonforme Interpretation e) Die Entwicklung der juristischen Hermeneutik aa) Die „Urbanisierung“ der Heideggerschen fundamental-ontologischen Hermeneutik durch Gadamer bb) Die Übertragung auf den Rechtsbereich cc) Problematik des Ansatzes III. Juristische Logik und Argumentationstheorie als Ergänzung der Auslegung 1. Das gemeinsame Ziel: Rationalisierung der Entscheidungsfindung 2. Die „juristische Logik“ und ihre Funktion in der Vielfalt ihrer Erscheinungen 3. Juristische Argumentation als strukturierte Entscheidungsfindung IV. Moderne Komplikationen der traditionellen Methodik 1. Sprachtheoretische Herausforderungen der Interpretationslehre a) Paradoxien der Auslegung b) Der „Tod des Autors“ und die Geburt des Lesers c) Zur Performanz des juristischen Geschehens d) Medialität des Rechts 2. Perspektiverweiterungen a) Abwägungslehre und Prinzipientheorie b) Ökonomische Analyse des Rechts c) Erweiterung der Akteurs-Perspektive: Von der „textorientierten Interpretationswissen-schaft“ zur „problemlösungsorientierten Entscheidungswissenschaft“ d) Erweiterung der Sachaufgaben: die Analyse des Normbereichs aa) Wissensgenerierung im und durch Recht bb) Wissensübernahme – das Problem des Umgangs mit fremddisziplinärem Wissen 3. „Textuales Rechtsdenken“ V. Juristische Methodenlehre jenseits des nationalstaatlich geprägten Rechts 1. Juristische Methodik im Mehrebenensystem 2. Umgang mit Rechtspluralismus als Aufgabe der Methodenlehre VI. Schluss 1. Noch einmal: Zur Relevanz juristischer Methodik 2. Ausblick

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Literatur

  • Friedrich Müller/Ralph Christensen, Juristische Methodik. Bd. I: Grundlegung für die Arbeitsmethoden der Rechtspraxis, Berlin, 10. Aufl. 2009
  • Claus-Wilhelm Canaris/Karl Larenz, Methodenlehre der Rechtswissenschaft, Berlin u.a., 3. Aufl. 2008
  • Joachim Vogel, Juristische Methodik, Berlin/New York 1998
  • Ino Augsberg, Die Lesbarkeit des Rechts. Texttheoretische Lektionen für eine postmoderne juristische Methodologie, Weilerswist 2009

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